Die Offizielle Fanfiction-Universität von Mittelerde (OFUM)
von Camilla Sandman, übersetzt von Cúthalion

Kapitel 27
Brotbein und die Rosinenschnecke

„Das... das ist scheußlich.“ beklagte sich Dot, trat in den Schlamm und stöhnte.

„Es wird von uns erwartet, Survival-Fähigkeiten zu entwickeln.“ erinnerte sie Lina.

„Warum bringen sie uns das nicht drinnen bei, wo es schön trocken ist?“

„Aber sieh mal, hier draußen gibt es keine Mini-Balrogs.“ sagte Thalia mit einem leisen Flüstern. „Also, wenn wir anhalten, kann ich ihn einfach anspringen, und...“

„Träum weiter.“ unterbrach Darhyl. „Erst musst du an mir vorbei.“

„Ich bin schneller als du!“

„Bist du nicht!“

„Bin ich doch!“

Die zwei zankten sich weiter, und Dot und Lina schlossen statt dessen schnell zu Kelly und Jo auf (die über den besten Weg stritten, einen Elb anzulocken). Die meisten hatten allerdings nicht viel Kraft, noch viel zu sagen; sie sahen ziemlich müde aus. Nicht wenige schauten betrübt auf ihre ruinierten Schuhe hinunter. So wie es aussah, war das Tragen von hohen Absätzen nicht die beste Idee. Miniröcke ebenso wenig, egal wie sexy man aussehen wollte, um Aragorn anzuziehen. Er wanderte voraus und sah aus, als hätte er sein ganzes Leben nichts anderes getan (was nicht weit von der Wahrheit entfernt war).

„Was zum Donnerwetter hat das hier auf den Weg gebracht?“ stöhnte Dot.

„Erinnerst du dich nicht mehr? Jemand hat gesagt, dass der Weg nach Bruchtal von Bree aus einen Tag gedauert hat, und dass sie von Bruchtal bis nach Moria nur ein paar Tage gebraucht haben.“

„Oh ja. Wer hätte auch wissen können, dass es tatsächlich Wochen und Monate gedauert hat?“ beschwerte sich Jo. „Und dass er allen Ernstes beweisen will, dass es nicht nur einen Tag gedauert hat!“

„Sind wir nicht schon einen Tag gelaufen?“ murmelte Eryn Mari. .

„Ja, und wir hatten kein zweites Frühstück.“ klagte Martha. „Oder einen Elf-Uhr-Imbiß.“

„Weißt du, ich glaube, die Hobbits werden ein bisschen zu hobbitmäßig, als es gut für sie ist.“ sagte Lina mit gedämpfter Stimme. „Sie werden in unsere Welt zurückgehen und keine Schuhe tragen und sieben Mahlzeiten am Tag verdrücken.“

„Hey, wenigstens halten sie MacDonalds auf Trab. Aber stell dir die Schwesternschaft des Bösen in unserer Welt vor...“

„IIIIiih!“ antwortete Lina. „Die werden alle bei MICROSOFT angestellt, und was kann alles in allem noch böser sein?“

Sie tätschelte Brotbein und Brötchenfuß, die aus ihrem Rucksacke hervorschauten und begeisterte Geräusche von sich gaben. Sie liebten kleine Ausflüge, vor allem, wenn sie nicht selbst laufen mussten.

„Gutes Argument.“

Aragorn signalisierte, dass sie anhalten sollten, kletterte auf einen hohen Felsen und ließ seinen Blick über die Klasse schweifen. Sogar die Elben sahen erbärmlich aus (Mein schönes Elbenhaar!“ jammerte Georgia).

„Jetzt sind wir Stunden über Stunden gelaufen, und Sie sehen, welche eine kleine Entfernung wir bewältigt haben. Reisen durch Mittelerde sind kein Picknick, und man wird auch nicht auf dem Buckel herumgetragen... es sei denn, man ist ein schrecklich niedlicher Hobbit, zu dem man einfach nicht nein sagen kann. Es ist ein gefährliches Land, ein gefährliches...“

Er bemerkte, dass ein paar der Mädchen ihn beäugten, und schien für einen Moment den Faden zu verlieren.

„Gefährliches Land, wie ich gerade sagte, mit... vielen Gefahren...ähm...“

Einige Mädchen kreisten ihn jetzt definitiv ein, denn es schien, als würde die Wildnis die raue Männlichkeit, die er ausstrahlte, nur noch verstärken.

„Was ist das - ein Waldläufer, der vom Weg abgekommen ist?“ ertönte eine sanfte Stimme, als Arwen aus den Schatten hervorglitt. Hinter ihr her kam Glorfindel, der enttäuscht dreinschaute (aber die Gesichter von Chiara und Pachelbel hellten sich auf).

„Musst du jede Szene übernehmen?“ beklagte er sich bitter. „Ich bitte hier nicht um viel, nur um eine gute Textzeile. Nur eine.“

„Arwen!“ sagte Aragorn erleichtert. „Wo warst du heute morgen?“

„Jemand hat mich im Besenschrank eingeschlossen.“ erwiderte Arwen und warf einigen der Mädchen spitze Blicke zu. „Und wenn ich herausfinde, wer, dann werde ich ein wenig sticken... aber nicht auf Stoff.“ Sie lächelte süß und betrachtete die Mädchen, die am nächsten standen, sehr sorgfältig. „Auf alle Fälle bin ich jetzt hier. Gerade rechtzeitig, um die Lage zu retten.“

„Schon wieder.“ murmelte Glorfindel bitter.

Ein paar resignierte Seufzer ertönten.

„Aber sind wir nicht sehr weit gewandert?“ fragte Thalia und starrte auf ihre ruinierten Schuhe herunter.

„Nein... ich habe Sie im Kreis herumgeführt, und Sie haben es nicht bemerkt. Niemand wird mit dem Wissen um die Wildnis geboren. Die Universität ist ein paar hundert Fuß weit in diese Richtung. Die Klasse ist entlassen.“ erwiderte Aragorn und lächelte Arwen zu. „Diese Textzeile ist so sexy, mein Liebling...“

„Das war absolut sinnlos.“ beklagte sich Taiya.

„Vielleicht für dich.“ antwortete Chiara und sie und Pachelbel nahmen Kurs auf Glorfindel. „Wir finden Sie heiß, auch ohne Text...“

„Wenigstens hatten Brotbein und Brötchenfuß einen Riesenspaß.“ sagte Lina und ließ die beiden noch etwas Butter schlecken.

„Bist du der Lösung der Elternfrage irgendwie näher gekommen? Brötchenfuß könnte ein Fall für Alimente sein, weißt du?“ bemerkte Dot.

„Ich werde Gandalf morgen früh fragen, wenn ich... bevor die Seminare anfangen, meine ich.“

„Was ist los mit dir? Du bist von einem Mini-Balrog gekidnappt worden, hast dich kaum beschwert, klingst seitdem die ganze Zeit gutgelaunt... und was zum Donnerwetter hast du heute morgen mit Galadriel besprochen?“

„Ich war bloß... besorgt um sie, weißt du. Es ging ihr schrecklich schlecht.“

„Nein, nein. Ich habe dich irgendwas über ,erogene Zonen’ bemerken hören, und Ihr beide konntet über eine Stunde nicht mehr aufhören zu kichern.“

Lina lächelte nur, als sie die Universität betraten; sie dachte glückselig darüber nach, wie sie die Kenntnisse nutzen würde, die Galadriel an sie weitergegeben hatte. Junge, Junge.

Sie betraten das Zimmer und Lina fühlte die zusätzliche Gegenwart mehr, als dass sie sie sah. Da, auf dem Bett...

„Oyoypapaoy!“ murmelte Brötchenfuß begeistert.

„Oh nein.“ stöhnte Lina. „Nicht du. Jeder, aber nicht du. Und wie hast du es überhaupt geschafft, Brotbein zu schwängern?“

„Ich kann die Form wechseln. Sie war einfach so unwiderstehlich. Ich habe bloß... Ich habe mich in eine Rosinenschnecke verwandelt, und wir haben wunderbar Liebe gemacht. Ach, mein Brotbein...“

Lina seufzte.

„Zehchen, wenn Brötchenfuß damit anfängt. schlechte Rechtschreibung zu verbreiten, dann bringe ich dich um.“


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