Die Offizielle Fanfiction-Universität von Mittelerde (OFUM) Kapitel 23 ... und so landeten wir in Mittelerde. sagte Galadriel und ließ ihren Blick über die Klasse schweifen. Silver Rose, hören Sie mit dem Versuch auf, sich Legolas nackt vorzustellen. Nebenbei bemerkt, Sie liegen weit daneben. Lyle, wären Sie so freundlich, sich Ihren Bösen Plan nicht gerade jetzt auszumalen? Mir ist klar, dass Sie in dieser Welt eine Vala sind, weil Sie das in Ihr Formular geschrieben haben, aber Sie sind immer noch eine Studentin und Miss Cam kann Sie immer noch ,in den Arsch treten so war der Ausdruck, glaube ich? also passen Sie auf. Das gilt auch für Sie, Alisha und es ist unmöglich, so etwas mit einem Hobbit zu machen, wissen Sie? Also gut... Ein paar Leute stöhnten. Einen Dozenten zu haben, der Gedanken lesen konnte, war eine echte Qual und ruinierte komplett jeden Versuch, nicht achtzugeben (worum es in Universitätsklassen ja schließlich ging). Elrond saß in der Ecke, sah selbstzufrieden aus und verbarg ein irgendwie gemeines Grinsen. Nein, Celebrían, den Namen meiner Tochter zu tragen wird mich Ihnen gegenüber nicht milde stimmen, und auf meinen Schwiegersohn stürzen dürfen Sie sich auch nicht. Nun, wo war ich? Ach ja, Mittelerde. Lina wusste, dass sie voraussichtlich jede Minute vom durchbohrenden Blick Galadriels vernichtet werden würde, aber sie konnte sich trotzdem nicht davon abhalten, über völlig andere Dinge nachzudenken als über die Ankunft der Elben in Mittelerde. Sie grübelte über die Tatsache, dass Brotbein schlafend in ihrem Bett lag, das arme kleine, elende Ding. Und sie hatte keine Ahnung, was nicht in Ordnung war welche Art von Krankheit konnte sich ein Brot überhaupt einfangen? Vielleicht sollte sie Gandalf fragen... Sie dachte darüber nach, wie sehr sie Schokolade vermisste und Trostfutter. Komisch, dass einem nie klar wurde, wie sehr man etwas mochte, bis es nicht mehr da war... Sie vermisste auch ein bestimmtes, sehr populäres Sprudelgetränk, obwohl ihre Zähne vermutlich gerade eine Party feierten (Sie konnte es sich fast vorstellen: Hurra keinen Zucker mehr!). Sie dachte auch über die Tatsache nach, dass das kommende Wochenende so geschäftig wie die Hölle sein würde, mit zwei Seminaren das Grammatik-Trainingslager (allein das Wort Grammatik war besorgniserregend) und etwas über die Reiter von Rohan und Reitkunst (ehrlich gesagt, sie hatte nicht genau aufgepasst, aber Diane war Feuer und Flamme gewesen). Die Seminare waren nicht verpflichtend, aber Miss Cam hatte sie lächelnd darüber informiert, dass jeder, der nicht teilnahm, damit rechnen durfte, sich im demnächst stattfindenden Basketballspiel des Hasses zwischen Morgoth und Sauron als der Ball wiederzufinden. Aber am meisten grübelte Lina über Gimli nach. Der Zwerg schien sich dieser Tage immer häufiger in ihre Gedanken zu schleichen. Sie wagte nicht, sich auszumalen, was das zu bedeuten hatte, denn sie fürchtete, es würde sich in Nichts auflösen, wenn sie es tat. So etwas wie das hatte sie nie zuvor in ihrem Leben gehabt, und es wirkte so... zerbrechlich. Statt dessen hatte sie angefangen, Brotbein zu bestimmten Zeiten auf Spaziergänge mitzunehmen, und meistens fand sie Gimli in den Gärten. Sie redeten über alles und nichts, und manchmal schloss ich ihnen sogar Legolas an (obwohl das meistens dazu führte, dass plötzlich ein Rudel Fan-Mädchen auftauchte und die Tierwelt erschreckte, aber Miss Cam hatte Dark One Shadowphyre als Kopf des Sicherheitsteams für den Außenbereich angeheuert. Es hatte eine Weile gedauert, bis den Mädchen klar geworden war, dass sie es mit einem Gestaltwandler zu tun hatten... bis jetzt war es noch niemandem gelungen, sich an ihr vorbei zu schleichen). Aber Morgoth war stark und... Dot, spucken Sie diesen Kaugummi aus. Denken Sie freundlicherweise auch nicht ein bisschen darüber nach, wie Haldir wohl im Bett ist, das lenkt zu sehr ab. Lina... Galadriel hielt einen Moment lang inne, dann lächelte sie. Schon gut. Haldir, würdest du so freundlich sein und mit der Lektion über die Elben von Lothlórien anfangen? Lina und ich sind gleich zurück. Lina schaute erschrocken auf und sah, dass die Elbenherrin zu ihr hinüberglitt und sie mit sich hinaus in den Flur winkte. Wenn ich irgendeinen von Ihnen in Lothlórien sähe, ich würde Sie beim ersten Anblick erschießen. sagte Haldir in freundlichem Tonfall, als die Tür sich hinter ihnen schloss. Es tut mir leid, ich habe... an andere Dinge gedacht. sagte Lina lahm. Aber Legolas hat mir erst vor ein paar Tagen eine Menge über die Geschichte der Elben erzählt; ich war nicht respektlos oder so... Lina, ich wollte aus einem anderen Grund mit Ihnen reden. Soweit ich verstehe, sehen Sie und Gimli sich dieser Tage ziemlich häufig? Irgendwie schon... murmelte Lina. Ja. Sie sind trotzdem besorgt. Wovor fürchten Sie sich? Dass dies hier ein Traum ist. Dass diese Welt... dass ich sie nicht verlassen kann. Und gleichzeitig, dass ich es muss. Galadriel lächelte und tätschelte ihr die Hand. Nun, sollten wir vielleicht wie hat Miss Cam das genannt? ein Gespräch führen über... Bienen und... Bienen und... was war das andere? Bienen und Bären? Bienen und Honig? Die Bienen und die Blumen. Ich... ich... weiß alles darüber. erwiderte Lina und spürte, wie ihre Wangen glühten. Vielleicht schon. Mein Angebot steht... Sie könnten herausfinden, dass Zwerge sich in dieser Hinsicht ziemlich von Menschen unterscheiden. Übrigens... das ist die andere Sache, die ich Ihnen erzählen wollte. Ich weiß, was mit Ihrem Haustier nicht stimmt. Was? Etwas ganz Natürliches, Liebes, und es hängt damit zusammen, worüber wir gerade gesprochen haben. Sie werden bald eine Großmutter sein gewissermaßen. Lina fiel vor Überraschung fast um. Brotbein ist schwanger? Oh ja... das habe ich in meinem Spiegel gesehen. Tatsächlich denke ich, sie bringt jeden Moment Nachwuchs zur Welt. Warum gehen wir nicht und sehen nach? Lina rannte beinahe die Treppen hinauf, Galadriel dicht auf den Fersen (obwohl die Elbenfrau es trotzdem fertigbrachte, würdevoll auszusehen und so, als wäre sie nicht im mindesten in Eile). Sie erreichten Linas Zimmer, gerade, als ein lautes OY! darin zu hören war. Brotbein! rief Lina aus und rannte zum Bett. Klein Brotbein sah erschöpft aus, aber sie strahlte als die gute Mutter, die sie war. Und dicht an sie gekuschelt lag ein kleines Brötchen; es hatte Beine, genau wie seine Mama.
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